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Beton, Barock und Gänsehautfeeling.

Atmosphärische Klänge und eine phantastische Reise im Schlüterhof des Humboldt Forums

„Alles ist Wechselwirkung“, schrieb Alexander von Humboldt im August 1803 in seine Tagebücher der Amerikanischen Reise. Damit hatte der Berliner Naturforscher, Weltreisende und spätere Namenspatron des Humboldt Forums eine Art Weltformel gefunden, die später auch als „Alles hängt mit Allem zusammen“ zitiert wurde. Als „Sucuk & Bratwurst“ vom Humboldt Forum aufgefordert wurden, einen Filmessay zu Themen und Bildern ihrer Wahl zu produzieren, setzte sich das junge Berliner Künstlerkollektiv dieses Zitat als Ausgangspunkt für eine phantasievolle Reise in den Makro- und Mikrokosmos. So kreist die imaginäre Kamera zu Beginn um einen lodernden Vulkan in einer Wüstenlandschaft – es könnte der Chimborazo sein, den Humboldt als damals Erster fast komplett erklomm. Einen Wimpernschlag später kriecht sie durch das feuchte Unterholz eines wahrscheinlich tropischen Waldes, in dem schillernde Pilze sprießen und ein ebenso schillernder Schmetterling sich vor den Augen der Zuschauer in Szene setzt. In der siebenminütigen Projektion, unterstützt durch atmosphärische Klänge, reizen die Künstler*innen alles aus, was hyperrealistische Computeranimation heute vermag.

Premiere feiert die Installation zum Festival of Lights 2021 auf der 70 Meter breiten Fassade des westlichen Flügels im barocken Schlüterhof. Ab Mitte September kommen zur Art Week noch zwei weitere Video-Essays von Zarah Zandieh uind Lemohang Jeremiah Mosese dazu. Alle drei Filme sind dann in einem einstündigen Loop und unter dem Gemeinschaftstitel „Perspektivwechsel“ bis Ende Oktober zu sehen – natürlich umsonst und draußen.

Sucuk und Bratwurst – das sind Alessandro Belliero, David Gönner, Denis Olgac und Lukas Olgac, 2014 gründeten sie ihr Kunst- und Kreativ-Studio. Schwerpunkt ihrer Arbeit sind mit 3D-Computergrafik erstellte Bilder, die das Verhältnis von Realität und Phantasie herausfordern. Zu Ihren Kunden zählen u.a. Adidas, Nike, Rimowa, Moncler, Lena Meyer-Landrut, Post Malone und Dua Lipa. Aufmerksamkeit erzielten auch ihre Ausstellungsbeiträge für Ruttkowski68 und KÖNIG GALERIE.

Mit der lang ersehnten Eröffnung am 20. Juli dieses Jahres ist das Humboldt Forum ein ganz besonderer Ort für Kultur und Wissenschaft, für Austausch, Diversität und Vielfältigkeit. Denn das Humboldt Forum ist mehr als nur ein Museum. Neben den herausragenden Sammlungen und Ausstellungen soll ein wechselndes Angebot von Veranstaltungen und Bildungsprogramm die Besucher*innen zu neuen Erkenntnissen über das Gestern, Heute und Morgen anregen.

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